7 Goldene Regeln für bessere Audioaufnahmen

Die meisten Kameras verfügen heute über die Möglichkeit ein hochwertiges Videosignal aufzunehmen. Selbst mit Handys sind gute bis sehr gute Qualitäten zu erreichen. Die Aufnahme von Audiosignalen für das Video stellt allerdings eigene Anforderungen. Zwar werden die Geräte und Techniken immer besser und kleiner, trotzdem gibt es anders als beim Fotografieren oder reinen Filmen ganz eigene Feinheiten die betrachtet werden müssen.

“Was muss ich mir den jetzt kaufen um den Knüller-Sound zu haben?”

Ähnlich wie bei Foto- oder Videokameras kann man so eine Frage nur mit einem Schulterzuckenden “Kommt drauf an!” beantworten. Die Anforderungen an eine Interviewsituation sind gänzlich andere als die einer klassischen Choraufname.

Weiterhin stellt sich die Frage ob allein oder im Team gearbeitet werden soll. Ein Team kann sich so aufstellen, dass sich einer auf das Bild, der andere auf den Ton konzentriert. Zugegebenermaßen ist das immer weniger der Fall. Gerade im Reportagebereich oder beim Dokumentarfilm wird es mehr und mehr üblich beides auf eine Person zu übertragen. Von Fotografen wird heute immer mehr gefordert, dass sie zusätzlich zu ihren Bildern auch kleine Videos anbieten.

Dies wird auch der Hauptfokus: das Arbeiten im Reportage und Dokumentarbereich allein oder in einem kleinen Team.

1. Achte auf Hintergrundgeräusche!

Du bist in einer Wohnung und willst ein Interview führen? Den Brummenden Kühlschrank kann dein Gehirn ausfiltern. Das Mikrofon nicht. Also: Stecker ziehen!

Das Gleiche gilt für den Rasenmähenden Nachbarn, Autobahnen, Deckenventilatoren, Klimaanlage, etc. Beim Fotografieren und Filmen willst Du nur den besten Hintergrund – ähnliches gilt für den Ton. Achte auf alles was stört. Zur not kurz mal die Augen schließen und innehalten. Du wirst erstaunt sein, was du vorher nicht wahrgenommen hast.

2. Mach eine Backup Aufnahme!

Nicht nur von deinen Dateien (Foto, Video, Audio) solltest du Backups (Betonung liegt hier auf Mehrzahl!) haben. Auch bei Audioaufnahmen ist es immer sinnvoll ein Backup zu haben. Es kann alles Passieren: Du vergisst auf Aufnahme zu drücken, die Batterie wird leer, der Hund durchbeißt das Kabel, etc.

3. Du willst nicht Übersteuern!

Ein Signal, welches übersteuert ist kann man nicht retten.

Hat dein Recorder eine Pegelanzeige und der Balken geht bis 0? Dreh das Signal leiser!

Hat dein Recorder ein rotes Lämpchen mit der Aufschrift “Peak” und während der Aufnahme blinkt es wie ein Discolicht?

Dreh das Signal leiser!

4. Du willst nicht zu leise Aufnehmen!

Sind die Balken bei der Aufnahme ganz links wenn du schreist? Bei minus 40irgendwas?

Dreh das Signal lauter!

Ein zu leises Signal kannst du später lauter machen – es wird nur rauschen (da du das Rauschen mit lauter machst).

5. Achte darauf immer mit der gleichen KHz Zahl zu arbeiten!

Vermutlich nimmt deine Kamera 48KHz auf. Prüf das. Wenn du ein externes Aufnahmegerät zusätzlich betreibst stell das ebenfalls auf 48KHz. Warum? Weil sonst später die Spuren nicht mehr synchron sind und auseinanderlaufen. Das ist zwar zu retten, jedoch viel Arbeit.

6. Achte auf den Aufnahmeort

Was haben Kirchen und Badezimmer gemeinsam?

Den Hall! Wenn du Sprache in einer Halligen Umgebung aufnimmst, achte darauf das Mikrofon so nahe am Mund wie möglich zu platzieren. Wenn möglich wähle für Audioaufnahmen eine andere Location.

7. Nimm Gaffertape mit

Du willst was befestigen? Eine Stolperfalle im Kabel verhindern? Gaffertape ist dein Freund. Nimm eine Rolle mit.

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