Beginne die Welt mit der Kamera zu entdecken

Hast du dich mal gefragt, warum du Fotos machst?

Was dich daran so fasziniert?

Sind es die Details des Lebens, die du erfassen willst? Die Technik der Kamera? Ein Spielzeug sozusagen?

Oder ist es Mittel zum Zweck? Du willst Bloggen und deine Texte illustrieren?

Wichtig ist doch, dass du Freude daran entwickelst, stetig besser zu werden. Dich an dir selber misst. Nicht an irgendwelchen Profis oder Idolen. Vergleiche deine Fotos nicht mit denen von anderen. Vergleiche sie lieber mit deinen Eigenen, mit den Bildern die du vor einem halben Jahr oder einem Jahr gemacht hast. Bist du besser geworden? Hat sich dein Stil verändert?

Was sind jetzt die Subjekte, was waren sie damals?

Du musst nicht der neue Henri Cartier-Bresson werden, nicht die neue Diane Arbus. Es reicht, dass du selbst bist und fotografierst.

Fotografierst du für dich oder für andere? Zeig deine Bilder. Nimm das beste, nur das Allerbeste. Vielleicht erkennst du erst, was gut ist, nachdem du Schlechtes gezeigt hast.

Wie fühlst dich mit dem Bild, was du gemacht hast? Jetzt? Nach einer Woche? Nach einem halben Jahr oder einem Jahr? Findest Du es immer noch gut?

Dann ist es gut.

Du wirst besser werden. Aber nur wenn Du an Dir arbeitest. Fotografierst. Dich mit der Thematik beschäftigst. In Ausstellungen gehst. Nochmehr fotografierst. Und nochmehr fotografierst.

Nimm die Kamera in die Hand. Das ist dein verlängertes Auge. Dein 8. Sinn. Dein Zweites ich muss es werden. Du musst eins werden mit der Kamera. Die Kamera, das bist du. Und du bist die Kamera. Wenn du überlegen musst, wie du die Kamera einstellst um eine Bildidee umzusetzen hast du dich nicht genug mit deiner Kamera und mit dir selber beschäftigt. Nimm sie in die Hand.

Täglich. Nimm sie mit. Immer. Benutze sie so oft wie möglich. Du wirst kein besserer Fotograf, wenn du auf irgendwelchen Blogs abhängst und Youtube klickst. Oder irgendein technisches “bla” in ein Forum postest. Das ist nett. Bringt dich aber nicht direkt weiter.

Direkt weiter bringt dich nur die Fotografie.

Also fotografiere.

Fotografiere und du bist.

Vielleicht fragst du dich, was du fotografieren sollst. Das Leben. Die Welt um dich herum. Den Grashalm. Den Baum. Das Haus, den Menschen. Interessiere dich. Überleg dir Themen.

Du magst Stricken? Mach eine fotografische Doku über eine Wollgeschäft in deiner Nachbarschaft. Du magst kein Stricken? Mach trotzdem die Doku über das Wollgeschäft. Vielleicht ergibt sich daraus eine spannende Geschichte. Und das ist es, was du suchen musst: spannende Geschichten. Seien es kurze Geschichten, die nur wenige Sekunden lang sind (Mann springt auf Boot) oder lange Geschichten. Es ist egal. Du bist der Autor der Märchen der Bilder. Schreibe sie. Du und deine Kamera. Benutze das Auge als Stift. Die Kamera als Notizblock und beginne die Welt zu entdecken!

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