Karten, Pläne und Geotagging

Um Orte zu finden die ich entdecken will nutze ich Kartenmaterial. Google Maps, Open Streetmap sind prima für Städte. Um einen ersten Eindruck von einem Viertel zu bekommen ist Google Streetview brauchbar. Streetview ersetzt aber keinesfalls einen Besuch vor Ort. Viertel ändern sich. Auch in der Stadt sind die Jahreszeiten zu spüren und zu sehen. Wirkt ein Bezirk im Winter trist und grau, so kann er im Sommer ein lebendiges, urbanes Flair entfalten.

Soll es jenseits von Städten raus in die Natur gehen, so empfiehlt sich ein Blick auf OpenTopoMap. Eine Topografische Karte, die sich super zum Wandern und Entdecken nutzen lässt.

opentopomap

Alle gängigen Smartphones haben einen GPS-Empfänger eingebaut. Es gibt unzählige Apps um Kartenmaterial auch offline darzustellen. Die eingebaute Karte nutzt dir nur etwas, wenn auch eine Internetverbindung vorhanden ist. In den Wäldern Niedersachsens ist das keine Option. Zumal das Kartenmaterial prima ist um sich in einer unbekannten Stadt zurechtzufinden, aber kleine Trampelpfade und Waldwege sind dort nicht verzeichnet.

In OpenStreetMap und OpenTopoMap sind diese Wege verzeichnet. Es lohnt sich also allemal sich dieses Kartenmaterial näher anzusehen.

Ich habe mein Smartphone eine Weile als GPS benutzt, es aber dann doch sein gelassen: Der Akku war schnell leer. Außerdem wurde es mir zu nervig das jeweilige Kartenmaterial rauszusuchen. Und wenn es in Strömen regnet, ist das iPhone auch keine gute Option …

Stattdessen habe ich mir ein dediziertes GPS geholt. Ein Garmin eTrex Vista HCX. 30 Euro, gebraucht. Problem gelöst. Für mich war beim Kauf Folgendes wichtig: Kartendarstellung, USB-Anschluss und erweiterbare Speicher. Touchscreen und Nippes brauche ich nicht.

Die komplette topografische Deutschlandkarte mit dem Kartenmaterial von OpenTopoMap passt auf das Gerät. Die Karten gibt es hier zum Download: http://garmin.opentopomap.org

Ein weiterer Vorteil ist, dass man mit einem GPS seine Fotos Geotaggen kann. Die Fotos werden dann dem Ort zugeordnet, an dem sie aufgenommen wurden. Dafür gibt es zwar auch Smartphone-Apps, aber auch hier gilt: Akkufresser!

Zum Geotaggen nutze ich die exportierten Logdateien vom GPS. Das ist also nicht mit der Kamera gekoppelt. Anhand des Zeitstempels der Bilder kann dann der Ort zugeordnet werden. Um das zu erledigen, nutze ich die Software ExifTool. Eine Anleitung gibt es hier: http://www.sno.phy.queensu.ca/~phil/exiftool/geotag.html