Wie meine Backupstrategie aussieht und was du daraus lernen kannst

In Teil 1 dieser Serie habe ich darüber gebloggt, wie du das integrierte Backup deines Betriebssystems nutzt. In diesem Teil geht es darum, wie du ein sinnvolles Medien-Backup aufsetzt und wie du die Ausfallsicherheit erhöhst.

Erst einmal möchte ich noch mal auf das integrierte Backup deines Rechners eingehen. Im Folgenden rede ich zwar von TimeMachine und Apple Geräten – ich bin aber sicher, dass sich das folgende mit dem integrierten Backup von Windows auch bewerkstelligen lässt. Wenn du Genaueres weißt, würde ich mich über einen Kommentar freuen!

Angenommen du benutzt eine Backup-Festplatte, dann hast du nur eine Kopie deiner Daten. Das ist ein Problem. Eine Kopie und speziell auch diese Kopie schützt dich (noch nicht) vor einem Totalverlust deiner Daten. Der Fachbegriff dafür lautet Single Point of Failure. Bei einem komplexen, technischen System ist das der Punkt, an dem alles ausfallen kann.

Für dich heißt das: Das ist der Punkt, an dem alle deine Daten futsch sind.

Das können mit nur einer Backup-Festplatte gleich ein ganzer Blumenstrauß voll von Punkten sein. Eine TimeMachine Platte bleibt häufig lange oder sogar permanent (was auch sinnvoll ist!) am Rechner angeschlossen. Auch das kann zum Problem werden: der Blitz schlägt ein, es gibt eine Überspannung im Stromnetz.

Dann sind alle deine Daten futsch oder wenn du Glück hast, kannst du für mehrere Tausend Euro ein professionelles Datenrettungslabor beauftragen. Herzlichen Glückwunsch!

Für diesen Fall hilft dir eine zweite Backup-Festplatte. Du kannst du sie dann einfach beide abwechselnd an den Rechner anschließen und kannst beruhigter schlafen.

Ich habe meine Mediendaten komplett auf externen Platten. Alle meine Bilder und meine Videoclips der FinalCut Pro X Bibliothek liegen auf USB 3 Platten, die ich mit Produktion 1 und Produktion 2 beschriftet habe. Hierfür nutze ich kein TimeMachine, sondern den Carbon Copy Cloner von Bombich Software. Für Windows gibt es sicherlich ähnliche Tools. Der Carbon Copy Cloner gleicht alle Daten von beiden Festplatten ab und fügt neue Dateien auf der Backup-Platte hinzu. Wenn ich etwas auf der Produktionsplatte gelöscht habe, wird dies auf der Backup-Platte nicht gelöscht, sondern nur in ein anderes Verzeichnis verschoben. So geht mir nichts verloren.

Die Gefahr der Überspannung oder eines Blitzeinschlages ist noch gegeben. Ich habe aber keine Backup-Platte der Backup-Platte!

Um zu erklären warum, werde ich ein wenig apokalyptischer: Angenommen, dein Haus brennt ab. Oder nur deine Wohnung. Oder Diebe brechen ein und klauen deinen Rechner mit allen Platten.

Dann sind wir fast wieder am Anfang. Alle Daten sind futsch.

Wie du das sinnvoll verhinderst, liest du nächste Woche in Teil 3: Warum ein Cloud- oder Offsite-Backup für dich wichtig ist!

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